Balaton zu flach: Neue Route beim Kékszalag? ⛵
Der ungewöhnlich niedrige Wasserstand des Balaton bereitet der größten Segelregatta des Sees, dem Kékszalag, ernsthafte Probleme. Zum Start Ende Juli wird voraussichtlich nur ein durchschnittlicher Wasserstand von 55 Zentimetern erreicht, was den sicheren Start klassischer Boote mit größerem Tiefgang erheblich erschwert.
Der Ungarische Segelverband hat daher beschlossen, die Boje bei Keszthely 1600 Meter weiter östlich zu verlegen. Dadurch verkürzt sich die Luftlinie von 150 Kilometern um 3,2 Kilometer, doch die Organisatoren gehen davon aus, dass so mindestens zehn Prozent des Feldes – vor allem traditionelle, große Kielboote – weiterhin am Rennen teilnehmen können. Laut Daten der Pegelstation Siófok beträgt der aktuelle Wasserstand 66 Zentimeter, und hydrologische Prognosen deuten auf eine weitere Absenkung um zehn Zentimeter bis zum Start hin.
Für die Balaton-Anrainerorte ist diese Änderung in mehrfacher Hinsicht spürbar. In Balatonfüred, wo das Feld am 30. Juli morgens startet, müssen sich sowohl Organisatoren als auch Zuschauer an die geänderte Strecke anpassen. In der Umgebung von Keszthely verändern sich durch die Verlegung der Boje auch die Beobachtungspunkte am Ufer. Unter Einheimischen und Urlaubern wird der Wassermangel zunehmend zum Thema, der nicht nur das Segeln, sondern auch das Baden und den Tourismus beeinflusst.
Hinter der Entscheidung steht eindeutig die Sicherheit: An der ursprünglichen Position stünde während des Rennens nur zwei Meter Wassertiefe zur Verfügung, was für klassische Boote riskant wäre. Die Organisatoren betonen, dass die Regatta so für die breiteste mögliche Beteiligung der heimischen Segelgemeinschaft offen bleibt. ⛵🌊
Der Kékszalag bleibt damit Europas älteste Rundfahrt um einen See, doch die diesjährige Änderung zeigt deutlich, wie empfindlich der Wasserstand des Balaton auf Witterungsbedingungen reagiert.
Forrás: 444.hu