Klos teuer in Keszthely: In den Balaton geschissen, Strand gesperrt 🚫
An den kostenlosen Stränden von Keszthely am Balaton-Ufer verursacht die verschlechterte Wasserqualität derzeit ernsthafte Probleme: Der Helikon-Strand wurde vom Gesundheitsamt des Komitats Zala mit sofortiger Wirkung wegen humaner Bakterien geschlossen. An den Városí- und Libás-Stränden ist das Wasser zwar ausgezeichnet, doch da die drei Standorte nebeneinander liegen, verbreitete sich die Nachricht schnell unter den Urlaubern.
Die Messungen ergaben 720 MPN/100 ml Enterokokken-Bakterien, was den sofortigen Handlungsgrenzwert von 500 überschreitet. Bei E. coli wurden 1382 MPN/100 ml registriert, was sich dem Eingriffswert von 1500 nähert. Das Baden ist in diesem Abschnitt daher vorübergehend unmöglich, was den Tourismus am Keszthelyer Ufer in der Hochsaison empfindlich trifft.
Lokale Berichte zufolge führen viele das Problem auf die kostenpflichtigen Toiletten zurück: Eine Nutzung kostet 400 Forint, ein Tagespass 2000 Forint. Wer das zu teuer findet, nutzt das Balaton-Wasser als Toilette, was die Wasserqualität direkt verschlechtert. Das Problem ist im westlichen Becken des Balaton nicht neu, wo die Beliebtheit der Freistrände die Hygieneninfrastruktur im Sommer oft überfordert.
Die Sperrung erhöht kurzfristig die Überfüllung der umliegenden Strände und kann langfristig auch das Image des Keszthelyer Tourismus schädigen. Die lokale Gemeinde muss dringend eine Lösung finden, sonst wenden sich Besucher anderen Balaton-Orten zu. 🌊🚫
Quelle: 444.hu