Balatons Schicksal: 72 % der Ungarn würden das Ufer durch Enteignung schützen 🌊
Für die Bewohner der Balaton-Ufergemeinden und die Gemeinschaften rund um den See ist es besonders wichtige Nachricht, dass die Mehrheit der Ungarn eindeutig für den Naturschutz und gegen Investitionen steht. Laut der neuesten Umfrage des 21 Kutatóközpont sind 77 Prozent der Befragten der Ansicht, dass bei Balaton-Entwicklungen in erster Linie die natürlichen Werte geschützt werden müssen, nicht die wirtschaftlichen Interessen.
Die Einheimischen erleben seit Jahren, dass die Uferzonen in den letzten Jahren stark bebaut wurden. 65 Prozent der Umfrageteilnehmer teilen diese Meinung und sorgen sich, dass das natürliche Gleichgewicht des Sees gefährdet sein könnte. Besonders hoch ist dieser Anteil bei Fidesz-Wählern: 83 Prozent halten die derzeitige Bebauung für übermäßig.
Das interessanteste Ergebnis der Studie ist, dass 72 Prozent der Ungarn es unterstützen würden, wenn der Staat sensible Balaton-Ufergebiete notfalls auch durch Enteignung schützt. Diese Zahl zeigt, dass der Schutz des Balaton-Ökosystems breite gesellschaftliche Unterstützung genießt, einschließlich eines großen Teils der Regierungspartei-Wähler.
Für den lokalen Tourismus und die Lebensqualität rund um den See ist es entscheidend, auf den wichtigsten Uferabschnitten ein vollständiges Bauverbot einzuführen. Laut der Umfrage stimmen auch zwei Drittel der Fidesz-Wähler dieser Maßnahme zu, was zeigt, dass der Schutz der natürlichen Werte des Balaton keine parteipolitische Frage, sondern ein gemeinsames Interesse ist 🌊🌿.
Quelle: telex.hu